Claus von Wagner

Wer Claus von Wagner auf einer Bühne sieht, weiß das wird auf  jeden Fall kein normaler Kabarettabend. Claus von Wagner ist so, wie sich Bertolt Brecht und Loriot in einer durchzechten Nacht ihren Schwiegersohn vorgestellt hätten. Manche sagen, er sähe  aus wie Roland Kaiser – hätte aber bessere Texte. Was ihn so  anders macht? Die Tatsache, dass er die Intelligenz seiner Zuschauer ernst nimmt. Bei allem Spaß. Claus von Wagners Kunst  ist es, sich höchst amüsant zu wundern. Er hat da jetzt zum  Beispiel dieses großartige Buch gefunden, in dem steht, dass  der „Räuberbaron des Mittelalters zum Finanzmagnaten der  Gegenwart“  geworden ist. Die Schwarte ist von 1899.

„Theorie der feinen Menschen“ ist eine Erzählung aus dem tiefen  Inneren unserer feinen Gesellschaft. Sie handelt vom Kampf ums  Prestige, Wirtschaftsverbrechen und Business Punks. „Theorie der  feinen Menschen“ ist eine epische Geschichte von Verrat, Familie  und Geld. Im Grunde ein bisschen wie die Sopranos. Nur in live.  Als hätte Shakespeare ein Praktikum bei der Deutschen Bank  absolviert und aus Verzweiflung darüber eine  Komödie geschrieben.