Crime for Christmas - "Pumpernickelblut" und andere weihnachtliche Todesfälle

Lesung mit Herbert Knorr und der VHS-Krimiwerkstatt

Ein Altenheim als Hort geheimnisvoller Verbrechen. In dem idyllisch in den Lippeauen gelegenen alten Rittergut, der Seniorenresidenz Haus Fröhlich Abendschein, gehen merkwürdige Dinge vor. Heimbewohner werden betrogen und ziehen massenhaft aus. Und auf dem einsamen Waldfriedhof oberhalb der Residenz wird eine fremde Frau in einem Grab beerdigt, in das sie nicht hineingehört. Als auch noch brutale Drohbriefe auftauchen und es zu ominösen Todesfällen kommt, steht für die vierundachtzigjährige ehemalige Reinigungsfrau Else Erpenbeck fest: „Der Dreck muss weg!“ Da die Polizei die „schräge Alte“ aus dem Heim nicht ernst nimmt, holt diese Anna Müller, die junge neue Belegungsmanagerin der Residenz, in ihr sogenanntes Ermittlungsteam. Die hat jedoch nicht nur mit ihrem gemeinen Ex ganz andere Sorgen, denn sie ist gerade dabei, sich frisch zu verlieben. Obwohl sie das gar nicht mehr wollte. Mit unkonventionellen Methoden kommen die beiden ungleichen Frauen dem Täter dennoch immer näher – aber auch ihrem eigenen Ableben.

„Pumpernickelblut“ ist nicht nur ein spannender und witziger, sondern zugleich ein anrührender Krimi. Mit zwei Ermittlerfiguren, die man einfach nur ins Herz schließen kann.

Der Autor Herbert Knorr aus Unna stellt seinen neuesten Krimi „Pumpernickelblut“ vor. Und die VHS-Krimiwerkstatt hat sich zu „Crime for Christmas“ auch einmal Gedanken darüber gemacht, warum ausgerechnet zur Weihnachtszeit zumindest literarisch Verbrechen ganz besondere Konjunktur zu haben scheinen.

Der Autor Herbert Knorr ist seit 1994 Leiter des Westfälischen Literaturbüros in Unna und seit 2002 Festivalleiter der Krimi-Biennale „Mord am Hellweg“, des größten internationalen Krimifestivals Europas. Unter dem Pseudonym Chris Marten schrieb er zusammen mit Birgit Biehl die Thriller „Hydra“ (2009) und „Todespfad“ 2012 (beide Lübbe-Verlag) Im vergangenen Jahr erschien seine Krimigroteske „Schitt häppens. Von Stehpinklern und Serienmördern. Mord und Totschlach aussem Pott“.

In der VHS-Krimwerkstatt schreiben seit über 15 Jahren heimische Autorinnen und Autoren Kriminalgeschichten. Sie spielen meistens in der, wenn man es recht bedenkt, gar nicht so kleinen Welt des geografisch großzügig betrachteten Sauerlands. Zwei Anthologien sind bereits erschienen: „Tod im Felsenmeer“ und „Mord im Denkmal“. An ihren „Kunstmorden“ arbeiten sie zurzeit.

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Lüdenscheid